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Warum toxische Menschen so anziehend wirken

  • Autorenbild: Helena Pfleiderer
    Helena Pfleiderer
  • 7. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Mai

Was bedeutet toxisch überhaupt?

Giftschlange, erinnert an toxischen Menschen

Die Frage, was toxisch überhaupt bedeutet, habe ich in meinem Blog oft erörtert. Jedoch muss ich mir die Antwort jedes Mal neu überlegen, da ich der Meinung bin, im Laufe der Zeit immer wieder einen neuen Aspekt dazu beschreiben zu können, z.B. etwas, worauf ich früher noch nicht gekommen war. Im Allgemeinen bedeutet toxisch giftig. Also ist ein toxischer Mensch Jemand, der sein Umfeld (und vielleicht auch sich selbst?) vergiftet. Bei Vergiftungen ist es oft so, dass man die Giftwirkung nicht sofort merkt, so dass man noch (lebensrettende) Gegenmaßnahmen ergreifen kann, sondern erst viel zu spät, wenn eine ausgeprägte Symptomatik zu sehen ist oder gar der Todeseintritt zu befürchten ist.

Die Wirkung eines toxischen Menschen beispielsweise auf seinen Partner lässt sich sehr gut mit oben beschriebenem Vergleich beschreiben. Wer Opfer eines toxischen Partners geworden ist, beschreibt überdurchschnittlich oft dieses leise und langsame Vergiften, was es schier unmöglich macht, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, d.h. die Beziehung zu beenden. Oft abgeschnitten von der Außenwelt, denn oft von Freunden und Familie durch den toxischen Partner isoliert, leiden die Opfer dieses missbräuchlichen toxischen Menschen stille emotionale und (leider) zum Teil auch körperliche Qualen. Viele schaffen es aus eigener Kraft kaum, die Giftzufuhr zu beenden; in vielen Fällen ist tatkräftige Unterstützung durch enge, richtige Freunde oder gar einen Therapeuten unerlässlich.

Warum gerät man in toxischen Beziehungen? Was macht toxische Menschen so anziehend?

Da toxische Menschen eine Andockstelle brauchen, um ihr Gift „hinein zu injizieren“, nutzen sie diverse Taktiken, um ihr Ziel zu erreichen. Sie tarnen sich und geben sich als hilfsbereite, liebevolle, zuvorkommende, sozial engagierte und insgesamt wohltuende Menschen aus. Mit anderen Worten, sie stellen sich genau als das Gegenteil dar, als was sie tatsächlich sind.

Nachdem sie ihr Opfer ausgelesen haben und mehr über seine Interessen, seine Persönlichkeit und seine Vorlieben erfahren haben, nimmt dieses Tarnen eine neue Dimension an: es wird zielgerichteter. Denn jetzt weiß der toxische Mensch, was sein Gegenüber gerne hören will. Und tatsächlich, Menschen fühlen sich zu Beginn jeder Beziehung zu Menschen hingezogen, zu welchen Gemeinsamkeiten bestehen; auch wenn diese bei genauer Betrachtung bedeutungslos sind. Z.B.: „Echt, warst du letztes Jahr auch in Italien im Urlaub?“ oder „Das gibt es doch gar nicht, ich mag auch am liebsten Karamelleis!“.

Auch ein kleines Necken hier und da schafft Vertrautheit. Viele Opfer von toxischen Menschen berichten im Nachhinein, dass sie sich in der Beziehung von Anfang an so vertraut gefühlt hätten, als würden sie sich schon ganz lange kennen. Leider ist das aber ein Trugschluss, es ist das Ergebnis einer gezielten Manipulation.

Ein weiterer Aspekt ist die tatsächliche Anziehungskraft, die diese Menschen oft ausüben, da sie alles und ich meine damit wirklich ALLES dafür setzen, um zu gefallen, um ihr Ziel zu erreichen, mit ihrem Gegenüber eine Beziehung einzugehen. Und deshalb wirkt ihr Blick so fesselnd. Das ist der Blick eines Raubtieres, also Vorsicht!

Und was nun?

Wer den Verdacht hat, Opfer eines toxischen Menschen geworden zu sein, sollte sich unverzüglich Hilfe suchen – sei es durch gute, vertraute Menschen und/oder einen Psychotherapeuten bzw. psychologischen Berater, der sich explizit mit dem Thema „toxische Menschen-Narzissmus-toxische Beziehungen“ auskennt.

Falls Sie mehr über toxische Beziehungen erfahren wollen oder hoffnungslos in solchen Beziehungen verstrickt sind, zögern Sie nicht, mich für psychotherapeutische Unterstützung zu kontaktieren. Ich helfe Ihnen gerne!

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