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Wie ein Narzisst, das eigene Kind gegen die Mutter (Vater) manipuliert

  • Autorenbild: Helena Pfleiderer
    Helena Pfleiderer
  • 24. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit
Eltern mit Kleinkind

In diesem Blogbeitrag geht es darum, zu verstehen, welche Methoden ein narzisstisches Elternteil benutzt, um das eigene Kind bzw. Kinder von dem anderen Elternteil zu entfremden. Ein Narzisst weiß ganz genau, wie er das eigene Kind zu manipuliert, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Taktiken werden insbesondere nach einer Trennung angewandt, um sich an dem anderen Elternteil zu rächen oder ihm Schaden zuzufügen. Ich als Frau werde im Folgenden einfachheitshalber von narzisstischen Männern sprechen, die ihre Ex-Frau mit Kindesentzug bestrafen wollen. Sie können die Geschlechter jedoch umdrehen. Eine weitere Motivation narzisstischer Elternteile, das Kind von der Mutter zu entfremden, ist, die eigene Bestätigung, doch ein guter Vater zu sein. Achtung: es geht bei einem Narzissten STETS um die eigene Bedürfnisbefriedigung, NIE um das Kindeswohl. Denn, ein Narzisst wäre kein Narzisst, wenn er seine Kinder lieben würde und sich um sie sorgen würde. Die Kinder werden als Instrumente benutzt, um etwas für sich zu erreichen (Rache, Genugtuung, Selbstbestätigung, Lob von außen usw.).

Nun, jetzt wo die Basis klar ist, können wir uns einige Methoden angucken, wie ein narzisstischer Vater das Kind gegen die Mutter ausspielt:

  1. Er stellt die Mutter als „empfindlich“ dar, sie würde übertreiben, macht von allem ein Drama, hätte keine Toleranz. Das Kind fängt an, an seiner Mutter zu zweifeln, nimmt sie weniger ernst.

  2. Er streut in seinen Erzählungen beiläufig kleine Lügen über die Mutter hinein, welche sie in einem schlechten Licht stehen lassen, so dass das Kind nach und nach an der Souveränität und Glaubwürdigkeit der Mutter zweifelt.

  3. Er „kauft“ das Kind, indem er ihm viele Geschenke macht und/oder viele Freiheiten lässt und macht gleichzeitig die Mutter schlecht, die das nicht bieten kann oder will. Die Geschenke und die Freiheiten sind unverhältnismäßig zum Alter oder finanziellen Möglichkeiten des Vaters.

  4. Er betreibt „future faking“, verspricht also dem Kind eine tolle unbeschwerte Zukunft und signalisiert, dass dies bei der Mutter nicht möglich sei.

  5. Er arbeitet mit Schuldgefühlen beim Kind. Stellt sich oft als das Opfer und die Mutter als den Täter, um die Zuneigung des Kindes zu bekommen. Das ist oft der Fall, wenn das Kind beim Vater lebt und irgendwann sich entscheidet, zur Mutter umzuziehen. Sofort wird die „Opferkarte“ gespielt, um dem Kind Schuldgefühle zu erzeugen, damit es weiter bei ihm bleibt. Das kann sich sogar bis zu subtilen Andeutungen reichen, dass der Vater ohne das Kind nicht leben kann; das Kind befürchtet, dass der Vater sich wegen ihm suizidieren könnte. Oder der ohnehin alkoholgeneigte Vater steigert seinen Konsum extrem, um dem Kind zu signalisieren, dass wenn es geht, der Vater zum Alkoholiker wird, seinen Job verliert etc.

  6. Er spielt „heiß-kalt“- Spielchen: wenn das Kind zu ihm steht, wird es belohnt, wenn nicht, wird Nähe entzogen. Das Kind beginnt zu verstehen, dass Liebe mit Loyalität fest verworren ist. Es kann sich nicht frei entwickeln, denn, es versucht, dem narzisstischen Vater zu gefallen, um mehr „Liebe“ zu bekommen.

Die Liste der Manipulationstaktiken geht bestimmt weiter, ich wollte Ihnen jedoch damit die wichtigsten Punkte präsentieren. Denken Sie daran, dass je jünger das Kind ist, desto anfälliger für Manipulationen es ist. Denn, je jünger das Kind ist, desto mehr ist er von der Liebe beider Eltern abhängig und umso mehr reagiert es auf Liebesentzug.

Falls Sie Opfer eines solchen missbräuchlichen Ex-Partners geworden sind und Hilfe für sich und Ihr Kind brauchen, um besser damit umzugehen, zögern Sie nicht, mich für psychotherapeutische Unterstützung zu kontaktieren.

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