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Fünf sichere Frühwarnzeichen von Burnout

  • Autorenbild: Helena Pfleiderer
    Helena Pfleiderer
  • 28. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit
Was ist Burnout?

gestresste Frau

Das Burnout-Syndrom – auf Deutsch übersetzt: Ausgebrannt-Sein, ist kein Modebegriff. Menschen, die darunter leiden, können dies sofort bestätigen. Wenn man unter Dauerstress leidet und die Belastungsgrenze, sowohl beruflich als auch privat, dauerhaft überschritten wird, fühlt man sich irgendwann ausgebrannt. Plötzlich geht nichts mehr, der Körper fährt sozusagen das innere System herunter, ähnlich wie bei einem PC, den man sachgemäß herunterfährt. Die Betroffenen erleben oft einen Leistungsknick, der sehr schambehaftet sein kann und/oder mit starken Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen einhergehen kann. Auch bekommen Betroffene oft den Vorwurf zu hören, dass sie zu empfindlich seien oder sie werden entwertet: „was stimmt mit dir nicht, früher hat doch auch alles bei dir wunderbar funktioniert“.

Aber genau da liegt das Problem: man hat viel zu lange funktioniert und die Frühwarnzeichen des Körpers und der Seele ignoriert und nicht wahrhaben wollen. Es gibt genau fünf solche Frühwarnzeichen, die man stets im Hinterkopf behalten sollt, wenn man nicht an einem Burnout erkranken will.

Fünf sichere Frühwarnzeichen von Burnout

Im Folgenden besprechen wir 5 einfach zu erkennende und gleichzeitig sichere Anzeichen, dass Sie gerade dabei sind, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln.

  1. Schlafstörungen: Die Schlafqualität verändert sich schleichend. Man schläft schwerer ein, manchmal dauert es über 1 Stunde, bis es so weit ist. Oder, man schläft verhältnismäßig gut ein, wird aber im Laufe der Nacht immer wieder wach (mehr als 1x) und/oder hat Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Der Schlaf wird als oberflächlich und wenig erholsam empfunden.

  2. Müdigkeit/Energiemangel: Wer unter Ein- oder Durchschlafstörungen leidet, wird sich natürlich auf die Dauer erschöpft und ermattet fühlen. Aber auch ohne eine ausgeprägte Störung der Schlafqualität und Schlafquantität fühlen sich viele Menschen in einer Vorstufe zum Burnout erschöpft und energielos. Oft wird in diesem Zusammenhang von einem Gefühl berichtet, als ob „der Stecker herausgezogen wird“.

  3. Reizbarkeit/geringe Frustrationstoleranz: Oft haben die Betroffenen „eine zu kurze Zündschnur“, obwohl das nicht ihr Naturell ist. Menschen, die sonst ruhig und geduldig waren, reagieren nach und nach zunehmend genervt, werden schnell laut und ungehalten, wenn ihnen etwas nicht gelingt oder etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht.

    Die sog. Frustrationstoleranz lässt merklich nach, da sich der Körper unter Dauerstress befindet. Die Umgebung hat teilweise den Eindruck, dass ein „falsches Wort“ genügt, um den Betroffenen „zur Weißglut zu bringen“.

  4. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse: ein wichtiges Frühwarnzeichen von Burnout ist die zunehmende Vernachlässigung eigener Bedürfnisse. Obgleich Betroffene sowieso meist dazu neigen, ihre eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen und sich vordergründig um die Anderen zu kümmern, passiert im Verlauf der Erkrankung, dass sich dieses Verhalten um Einiges noch verschlimmert. Die Betroffenen erholen sich gar nicht mehr, nicht mal am Wochenende. Oder sie machen gar keinen Sport mehr, obwohl sie früher dafür gebrannt haben. Andere wiederum vernachlässigen die Körperhygiene.

  5. Sozialer Rückzug: Sozialer Rückzug findet sehr oft statt. Zunächst hat man keine Zeit mehr für die Freunde oder die Familie. Und irgendwann hat man auch keine Lust mehr auf Begegnungen, da dies als verlorene Zeit missinterpretiert wird oder mit dem Gefühl einhergeht, dass die Anderen die eigenen Probleme sowieso nicht verstehen können.

Wie geht man mit Frühwarnzeichen von Burnout um?

Wie so oft im Leben, ist hier auch Vorsorge besser als Nachsorge. Die oben beschriebenen fünf Frühwarnzeichen von Burnout und natürlich auch weitere Anzeichen, die ich hier nicht aufgeführt habe, sind sehr ernst zu nehmen. Ein vertrautes Gespräch mit der bersten Freundin oder mit dem eigenen Partner ist oft sehr hilfreich, kann aber unter Umständen nicht ausreichen. Dann ist der Gang zum Hausarzt, der Einen schon lange kennt, sicherlich sinnvoll. Ein weiterer Schritt wäre, sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen.

Falls Sie bei sich Anzeichen von Burnout bemerken und Hilfe brauchen, zögern Sie nicht, mich für psychotherapeutische Unterstützung zu kontaktieren. Ich helfe Ihnen gerne!

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